blogroll

Auf gehts in die Sonne - die Walnussernte

29. Oktober 2014

Hallo und willkommen zurück in Kalifornien*. Heute geht es auf die Walnuss-Plantage und in die Prima Noce Fabrik, aber fangen wir von vorne an.

Lets go to Linden, California

Unser Tag startete mit einem Frühstück im Hotel in Sacramento, anschließend fuhren wir mit dem Bus nach Linden, vorbei an einigen Farmen und Plantagen, zu Prima Noce Packing und Lawrence Sambado. Lawrence war unser Gastgeber für diesen Tag. Zuerst fuhren wir auf eine seiner Plantagen und schauten uns an, wie die Walnüsse geerntet wurden.

Wir sahen sehr große Maschinen mit zwei Gabeln vorne, die an die Bäume heran fuhren, mit den Gabeln einen großen Ast oder den Stamm umschlossen und anschließend kräftig rüttelten. Dabei fielen die Walnüsse und auch einige Blätter auf den Boden. Nun kam eine zweite Maschine, die die Walnüsse und Blätter zu einer Bahn kehrte, gefolgt von einer dritten Maschine, die sie aufsammelte.

Nach diesem staubigen Erlebnis, bei dem uns Lawrence und auch Mike (Mitarbeiter bei Prima Noce Packing) alles erklärten und Fragen beantworteten, fuhren wir zum ersten Teil der Fabrik. Hier wurden die Walnüsse, falls vorhanden von der grünen Schale befreit, sortiert und auf beschädigte Stellen überprüft, um anschließend gewaschen & gebürstet zu werden. Nach etwa 12-15 Std. sind sie getrocknet und bereit für die Weiterverarbeitung. Ich war so fasziniert von all dem und mit Fotografieren beschäftigt, dass ich total vergaß, mal die Videofunktion einzuschalten. 

Ein paar mal löste ich jedoch die Serienaufnahme aus, so dass es jetzt einen kleinen Film ala Daumenkino für Euch gibt. Ihr könnt darin sehen, wie die Nüsse von den Bäumen gerüttelt wurden, anschließend kommt die Maschine, die sie zu einer Reihe türmte, gefolgt von der Maschine, die die Walnüsse einsammelte. Anschließend ging es in der Fabrik weiter, die Walnüsse wurden gewaschen und fuhren über die Bänder weiter zu dem Bereich, wo die schlechten aussortiert wurden. Zum Abschluss gibt es schon eine kleine Vorschau, das Aussortieren im Verpackungsbereich, einem anderen Teil der Fabrik. Und ACHTUNG - die Videos sind mit Ton ;)


 

Kurze Auszeit - it´s Lunchtime

Von dem ersten Teil der Fabrik ging es zum Hauptgebäude von Prima Noce Packing, es war Mittag und ein wunderbares Essen wartete auf uns. Zwischen den einzelnen Gängen erzählte uns Lawrence, wie seine Eltern von Italien nach Amerika kamen, der Vater zuerst ein Lebensmittelgeschäft betrieb und später die Walnuss- und Kirsch-Plantagen erwarb. Lawrence erweiterte diese um Apfelplantagen und um die Verpackungsfabrik. Mittlerweile betreibt Lawrence diese mit seinen Söhnen.

Wie Ihr Euch schon denken könnt - Walnüsse spielten auch hier beim Mittagessen eine Rolle. Zu Beginn gab es einen Cocktail, dazu Walnuss-Focaccia und Datteln mit Frischkäse & Walnuss. Die Vorspeise bestand aus grünem Salat mit Äpfeln und Walnüssen, zum Hauptgang wurden Ravioli mit Walnüssen, gefüllte Schweinelende und Bohnen serviert. Als krönenden Abschluss wurde uns eine Walnuss-Sahne-Rolle sowie Walnuss-Schokoladenbrownies serviert. 








Nach dem Essen begann unsere Tour durch die modernen Anlagen der Fabrik. Zu den einzelnen Gebäuden fuhren wir mit Golfcarts - die Mädels hatten viel Spaß dabei. Wir kamen zu einem Bereich, wo nochmals sortiert wurde und konnten die Vorgänge eine Weile beobachten und bekamen alles erklärt.

In einem weiteren Gebäude wurden die Walnüsse geknackt. Die Hygiene wird ganz groß geschrieben und so wurden wir alle mit Hauben versehen, die Hände gewaschen und desinfiziert, bevor wir die Halle betraten. Nach dem Knacken wurden die Walnüsse mit modernster Lasertechnologie sortiert, so dass keine Schalenreste o. ä. mit in die Verpackung gelangen. Auch hier kommt noch einiges an Handarbeit zum Einsatz. Interessant fand ich, dass auch eine Person der Behörde für Lebensmittelsicherheit immer vor Ort ist und das Abpacken protokolliert. Hierzu wird von jeder Charge eine Probe zum Labor gegeben und erst, wenn das Ergebnis einwandfrei ist, kommen die Walnüsse in den Verkauf. Wie schon den ganzen Tag über, wurde auch hier wieder alles ausführlich gezeigt, erklärt und eventuelle Fragen beantwortet. Fotografieren war in diesem Bereich nicht erlaubt, daher gibt es hierzu keine Fotos von mir. Einen Einblick könnt Ihr aber bei Prima Noce Packing bekommen.

Ein dickes Danke an Lawrence und Mike für diesen Einsatz und den tollen Tag.



Faktencheck: Die Walnuss

Bevor wir nun zum Ende des Tages kommen, schnell noch ein paar Informationen zu den Walnüssen.

Den Ursprung haben Walnussbäume in Zentralaisen und kamen über Osteuropa im 17. Jahrhundert nach Kalifornien. Hier existieren mittlerweile mehr als 4000 Walnuss-Farmen auf über 290.000 Hektar. Die Walnussernte findet von September bis November statt und wird sich in 2014 auf über 545.000 Tonnen belaufen und deckt damit 3/4 des Weltbedarfs. Etwa 35% der Walnüsse werden geschält und die restlichen 65% in der Schale exportiert.

Walnussbäume tragen ab dem 5.-7. Lebensjahr die ersten Früchte und bei guter Pflege & Lage können sie dies bis zu 100 Jahre. Es gibt mittlerweile mehr als 30 verschiedene Walnuss-Sorten, alles Hybriden der ursprünglichen persischen Walnuss. Die Sorten unterscheiden sich durch verschiedene Eigenschaften, wie dicke oder dünne Schale, frühe oder spätere Erntezeit, hohen Walnuss-Fleischanteil oder auch Schädlingstoleranzen.

Die Walnüsse werden per Schiff, Bahn und LKW weltweit ausgeliefert. Wenn sie Deutschland erreichen, haftet der jeweilige Importeur für die Verkehrsfähigkeit. Aus diesem Grund werden die Walnüsse in Deutschland nochmals in Lebensmittellaboren stichprobenartig kontrolliert.

Bei richtiger Lagerung sind Walnüsse gut ein Jahr haltbar. Frische Walnüsse schmecken und riechen süßlich und mild nussig. Nüsse in Schalen bewahrt man am besten an einem kühlen Ort, wie dem Vorratskeller auf. Sie sollten trocken und luftig, z. B. in einem Baumwollbeutel gelagert werden. Bereits geschälte Walnüsse sollten in einem verschlossenen Behälter kühl und dunkel gelagert (z. B. dem Kühlschrank) und rasch verbraucht werden.


 

Back in Sacramento

Nach dem wunderbaren Tag mit Lawrence und Mike bei Prima Noce Packing ging es mit dem Bus zurück nach Sacramento. Nach einem kurzen Aufenthalt im Hotel fuhren wir zum Abendessen ins Mulvaneys B & L. Das Restaurant befindet sich in dem Gebäude einer renovierten Feuerwache, erbaut 1893. Dort trafen wir auf einige amerikanische Blogger und Journalisten. Nach einigen kurzen Ansprachen zum Thema Walnüsse, gab es von Küchenchef Patrick Mulvaney eine kurze Demonstration, was man gutes aus Walnüssen zubereiten kann.

Anschließend nahmen wir an verschiedenen Tischen platz, wieder mit Sitzordnung - kunterbunt gemischt. Ich hatte diesmal zwei nette Amerikanerinnen an meiner Seite und den Geschäftsführer der California Walnut Commission Dennis A. Balint gegenüber. Natürlich waren auch hier wieder zahlreiche Varianten der Walnüsse im Essen vorhanden. Wir begannen mit einem Tomatensalat, dazu Mozzarella mit Walnuss-Pesto und selbstgebackenem Brot. Anschließend gab es Huhn mit Walnussfüllung, Kartoffelstampf, Tamanishiki-Reis & Forelle mit Walnuss-Butter sowie Pasta mit Kürbis, Cheddar & Walnuss. Zum Dessert wurde eine wunderbare Walnuss-Tarte mit Cognac-Sahne und Nocino serviert. Während des Essens gab es interessante Gespräche am Tisch, unter anderem über Walnüsse und Nüsse im allgemeinen, als auch das Bloggen.


Zum Abschluss auch hier nochmals ein DANKE an Michelle & Jennifer von der California Walnut Commission; Eva, Christine & Ricarda von Fleishman & Hillard; Lawrence & Mike von Prima Noce Packing sowie den Mädels (ZorraMaja und Simone) für diese wunderschöne und aufregende Woche. 

Und natürlich habe ich heute auch noch ein Rezept für Euch. Nach dem deftigen Käse am Montag gibt es diesmal Walnuss-Schokoladenbrownies, ähnlich wie wir sie zum Dessert bei Lawrence hatten - sogar glutenfrei. 


Walnuss-Schokoladenbrownies


Zutaten:
90 gr Butter, weich
100 gr Zartbitterschokolade (ich: 65%)
1 TL Espresso-Pulver
50 gr Zucker, braun
15 gr Honig
Prise Meersalz
1 TL Vanilleextrakt
2 Eier
50 gr Walnüsse, gemahlen
40 gr Walnüsse, gehackt
80 gr Zartbitterschokolade, gehackt oder Drops (ich: 70%)
80 gr Schokolade, gehackt oder Drops (ich 47%)

Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen und eine Brownieform (23x23 cm) oder ein Springform (Ø 26cm) fetten/mehlen bzw. mit Backpapier auslegen.

In einem kleinen Topf die Butter mit 100 gr Zartbitterschokolade, Honig und dem Zucker bei niedriger Temperatur schmelzen. Den Topf vom Herd nehmen, nun Vanille und Salz, dann die Eier unterrühren. Jetzt die gemahlen Walnüsse und das Espressopulver unterrühren. Die gehackte Schokolade und Walnüsse unterheben und den Teig in die Form geben.

Im Ofen für etwa 25 min. backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, dann in Stücke schneiden und servieren.
































*Es handelt sich um eine Pressereise gesponsert von der California Walnut Commission. Dies hat
jedoch keinen Einfluss auf meinen Bericht, der Inhalt entspricht meinem persönlichen Eindruck. Es besteht keinerlei Verpflichtung zur Berichterstattung!

Quelle für die Informationen im Faktencheck: California Walnut Commission
.

Auf gehts in die Sonne - alles vor und nach der Ernte

27. Oktober 2014

Unsere Reise* nach Kalifornien begann an einem Montag -Anfang Oktober- und mit einem tollem Auftakt.

Cocktail Präsentation in der US-Botschaft, Berlin

Wir, dass sind Zorra, Maja, Simone & ich - folgten zusammen mit Eva der Einladung des US-Botschafters John B. Emerson nach Berlin zur California Walnuts Cocktail Präsentation. Ihr seht - es drehte sich bereits alles um Walnüsse. Javier de las Muelas -ein weltweit bekannter Trendsetter, erfolgreicher Unternehmer und einer der profiliertesten Cocktail-Meister der Welt- verwandelte Walnüsse in "flüssige" Essenzen, wie Walnussmilch, Walnussbutter, Walnuss-Bitter und Ähnliches. Mit diesen Essenzen stellte er jeweils fünf Cocktails bzw. Mocktails (ohne Alkohol) her. Nachdem wir diese fleißig aber in Maßen probiert hatten, durften wir auch noch die einzelnen Essenzen versuchen, wirklich sehr interessant. Anschließend wurde noch geplaudert und das wunderbare, sonnige Wetter auf der Dachterrasse mit Blick auf das Brandenburger Tor genossen. Die Fotos der Cocktail Präsentation wurden mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt, die Handys wurden bei der Kontrolle am Eingang in der Botschaft direkt einkassiert. Nach einer kleinen Pause machten wir uns am Abend auf den Weg zum Essen. Zeitig kehrten wir zurück zum Hotel, immerhin startete am nächsten Morgen um 5 Uhr unsere Reise nach San Francisco über Frankfurt.




California - here we come

Die zwei Flüge verliefen ohne Probleme - über das Essen müssen wir nicht weiter sprechen, ich hatte es geahnt und eine Ladung Cookies für die Mädels gebacken, natürlich auch mit Walnüssen - und so landeten wir nach über 15 Stunden gegen Mittag (Ortszeit) in Kalifornien, die Sonne scheint, das Haar sitzt ;) Bis wir durch sämtliche Kontrollen und im Hotel angekommen waren, war es Nachmittag und wir wurden herzlich von Christine begrüßt. 
Gemeinsam haben wir uns dann in San Francisco etwas umgeschaut, wunderschöne Geschäfte entdeckt und sind dabei Richtung Pier geschlendert. Hier gab es ein wunderbares Abendessen, anschließend ging es auf direktem Weg zum Hotel zurück und ins Bett, die Zeitverschiebung machte sich jetzt doch bemerkbar. Am nächsten Morgen hatten wir noch ein wenig Freizeit, die wir mit Sightseeing und Bummeln verbrachten, bevor wir am Flughafen weitere deutsche sowie indische und chinesische Teilnehmer einsammelten. Zusammen fuhren wir nach Sacramento





Hello Sacramento

Hier wurde schnell im Hotel eingecheckt, wir machten uns frisch und liefen zusammen zu Ellas Dining Room and Bar in der Nähe. Wir saßen an zwei Tischen direkt vor dem offenen Kochbereich - es war großartig zwischendurch immer einen Blick rüber zu werfen und zu sehen, wie das Essen zubereitet und anrichtet wurde. An den Tischen gab es eine feste Sitzordnung, die bunt gemischt war, so dass sich keine Grüppchen bildeten - eine schöne Idee. Ich lernte dadurch einige Teilnehmer aus Indien und China kennen und hatte interessante Gespräche. Das Essen wurde im "Family-Style" serviert, heißt, es gab immer große Platten mit Essen, die auf dem Tisch angerichtet wurden und jeder bediente sich. Natürlich spielten auch beim Essen Walnüsse eine große Rolle und so gab es u. a. auf Zedernholz gerösteten Toma-Käse mit Walnuss-Relish, Lachs mit Sage & Walnuss-Pesto, Walnuss-Fontina-Brot-Pudding mit Pilzen & Spinat oder auch Apfel-Walnuss-Crostata. Nach dem Essen ging es ins Hotel zurück, immerhin mussten wir fit für den nächsten Tag sein - wir fuhren auf die Walnuss-Plantage nach Linden.




Es ist mittlerweile Mittwoch und von unserem Tag auf der Walnuss-Plantage gibt es einen separaten Bericht in zwei Tagen. Heute überspringen wir diesen Tag und kommen direkt zum darauf folgenden Tag - dem Donnerstag. 

Am Morgen nach dem Frühstück hatten wir etwas über eine Stunde, um Sacramento Old Town zu besichtigen. Die Altstadt erinnert ein bisschen an eine Western-Stadt, leider sind einige Geschäfte schon verwaist, aber es gab trotzdem vieles zu entdecken. Von der Old Town aus machten wir uns auf den Weg Richtung Oakville im Napa Valley. 





Auf ins Napa Valley

In der Nähe seines Elternhauses hat Robert Mondavi -Sohn italienischer Einwanderer- hier 1966 Woodbridge Winery aufgebaut, dem mittlerweile zweitgrößten Weinhersteller Kaliforniens. So verwundert es nicht, dass die beliebteste Weinserie Amerikas seinen Namen trägt. Er war einer der berühmtesten Weinmacher weltweit und Pionier des amerikanischen Weinbaus. Ich gebe zu - ich ging etwas naiv an die Sache ran und erwartete ein kleines, schnuckeliges Weingut, wie ich es hier aus Rheinhessen kenne. Ich fühlte mich dann doch mehr an die Arbeit erinnert, als wir über das Gelände liefen, das mich an einen kleinen Industriepark erinnerte. Wir bekamen gezeigt, wo die anlieferden LKWs gewogen werden, wo die Trauben gepresst und der spätere Wein gelagert wird. Wir liefen auch durch die Abfüll-Halle und konnten beobachten, wie die Flaschen gefüllt und mit Korken verschlossen wurden. Im Anschluss daran gab es ein gemeinsames Mittagessen, auch hier spielten Walnüsse wieder eine Rolle, unter anderem bei gemischtem Blattsalat mit Ziegenkäse und Walnüssen, Lamm mit Walnusskruste oder auch einem Schokoladen-Mousse mit Walnüssen. Dazu wurden uns drei verschiedene Weine gereicht, die wir probieren und anschließend besprechen konnten.
„Making good wine is a skill, but fine wine is an art.“ Robert Mondavi 




Nach der Weinprobe fuhren wir gemeinsam nach San Francisco und am Abend im Hotel angekommen, trennten sich die Wege der Gruppe. Die deutsche Runde traf sich zu einem letzten, gemeinsamen Abendessen in Mels Diner. Zum Abschluss beschlossen wir, dass es wenigstens einmal Burger & Co. geben musste. Anschließend ging wir noch ein wenig bummeln & shoppen.

Am nächsten Morgen hatten wir noch ein bisschen Freizeit, bevor wir uns zur Mittagszeit sehr zeitig -Obama war in der Stadt und sorgte für etwas Trubel- auf den Weg zum Flughafen machten. Nach über 10 Stunden Flug kamen wir Sonntag morgen in Frankfurt an. Ich verabschiedete mich und machte mich auf den Heimweg.

Eine wirklich aufregende Woche war zu Ende - so schnell verflogen, so viele Eindrücke, unvergesslich! Danke an alle Beteiligten!








Freitag folgt Teil 2 - der ausführliche Bericht zur Walnuss-Ernte in Linden, California. Und bis dahin gibt es heute zum Abschluss ein Rezept mit Walnüssen. Es entspricht nicht dem Original, dass wir in Kalifornien hatten, sondern wurde etwas "eingedeutscht". Im Original wurde der Toma Käse auf Zedernholz geröstet. Der Grill ist hier bereits im Winterschlaf und das Wetter auch nicht gerade geeignet, daher wurde der Käse bei mir im Ofen geröstet. Toma ist piemontesisch für Käse und eine Sammelbezeichnung. Die Käse unterscheiden sich stark, werden aber fast alle aus Kuhmilch hergestellt. Ihr könnt auch zu einem anderen Käse Eurer Wahl greifen.

Gerösteter Käse mit rohem Schinken und Walnuss-Relish


Zutaten:
100 gr Käse nach Wahl (ich: Comté, junger )
2 Scheiben Schinken, luftgetrocknet (ich: Rinderschinken, luftgetrocknet)
30 gr Walnüsse
2 EL Weißweinessig
Salz & Pfeffer
Rosmarin oder andere Kräuter nach Wahl
1 TL Honig, flüssig
Prise Pimenton de la vera, mild
Brot, evtl. geröstet

Zubereitung:
Für das Relsih die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett kurz rösten. Nun Weißweinessig mit Honig, Pimenton, Salz & Pfeffer verrühren. Rosmarin waschen, trocknen und fein hacken. Zusammen mit den Walnüssen zum Essig geben und gut vermengen.

Den Käse auf einen ofenfesten Teller bzw. Platte geben. Am Ofen die Grillstufe einstellen und den Käse für etwa 4-5 min. anrösten. Auf alle Fälle immer wieder kontrollieren, er soll anschmelzen und maximal leicht goldbraun werden, aber nicht dunkler.

Nun den Käse aus dem Ofen nehmen, den Schinken darauf anrichten und das Relish darüber geben.
Mit (geröstetem) Brot servieren.


Lasst es Euch schmecken !










*Es handelt sich um eine Pressereise gesponsert von der California Walnut Commission. Dies hat
jedoch keinen Einfluss auf meinen Bericht, der Inhalt entspricht meinem persönlichen Eindruck. Es besteht keinerlei Verpflichtung zur Berichterstattung!

 .

Schön, aber nicht praktisch

24. Oktober 2014

Das musste ich mal wieder feststellen, Eva hat da vollkommen Recht!

Ich liebe Körner und Saaten, aber doch lieber im Brot, als aussen drauf. So schön es auch aussehen mag - alleine schon, wenn sie beim Brotschneiden in alle Richtungen springen, man hinterher gefühlt die halbe Küche putzen muss und dann noch das Gleiche auf dem Teller beim Essen. Kennt Ihr das? Nervt Euch das auch?

Lecker war das Brot - kein Thema. Neben den Saaten bestand es aus Buttermilch und Emmervollkornmehl. Ich mag Buttermilch im Brot sehr gerne und wechsel dann immer mal die Mehlsorten durch, was der Vorrat gerade so hergibt. Die Variante mit Emmer hatte ich gebacken als Sandra zum Pralinenmachen bei mir war, also wirklich schon vor Ewigkeiten! Aber das Brot gab es seitdem öfters. Mittlerweile mit den Saaten & Körnern im Brot ;)

Bis auf die Sommerzeit essen wir sehr gerne Brot mit einem hohen Vollkornmehlanteil, einfach wunderbar sättigend. Und so langsam wechseln wir wieder...

Emmervollkorn-Buttermilch-Brot 

Emmervollkorn-Buttermilch-Brot


Zutaten für den Vorteig:
100 gr Weizenmehl, Typ 1050
100 gr Wasser, lauwarm
20 gr Sauerteig (Weizen-)

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für etwa 12-16 Std. gehen lassen.


Zutaten für das Brühstück:
100 gr Emmervollkornmehl
100 gr Wasser, kochend

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt für mindestens 2 Std. quellen lassen.


Zutaten für den Hauptteig:
Vorteig
Brühstück
375 gr Emmervollkornmehl
250 gr Weizenmehl, Typ 1050
350 gr Buttermilch
Prise Trockenhefe
15 gr Salz
ca. 50 gr Saaten(Mohn/Sesam/Leinsamen)

Zubereitung:
Die Mehle zusammen mit dem Brüstück, Vorteig, Hefe, Salz und Buttermilch sowie evtl. Saaten vermengen und für etwa 5 min. auf kleiner Stufe kneten, dann den Teig für weitere 5 min. auf etwas höherer Stufe kneten. Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur für etwa 1,5 Std. gehen lassen, dabei jeweils nach 30 min. den Teig falten.

Den Teig jetzt zu einem Laib formen und in ein Gärkörbchen geben, Schluss nach unten. Wer möchte kann ihn vorher noch in Saaten wälzen. Nochmals für etwa 1,5 Std gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.

Den Backofen rechtzeitig mit Topf und Deckel auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Laib vorsichtig in den Topf stürzen und für 15 min. backen. Jetzt die Temperatur auf 210°C senken und das Brot für 35-40 min. weiter backen. Wer möchte, kann für die letzten 10 min. den Deckel abnehmen. Dann das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Emmervollkorn-Buttermilch-Brot

Und ein weiterer Beitrag fürs YeastSpotting,
dort werden Rezepte für Brote & Brötchen gesammelt und wöchentlich zusammen gefasst.
Schaut doch mal vorbei, es ist schon eine riesige Rezeptsammelung vorhanden.

.