Freitag, 22. August 2014

Steinschlupfer!

Richtig - kein Ofenschlupfer, sondern ein Steinschlupfer! Die Brote ging so ordentlich, dass eines sich seinen eigenen Weg gesucht hat und vom Stein geschlupft ist. Es hat sich gemütlich gegen die Ofenwand gelehnt, wie man auf dem Foto ansatzweise sehen kann. Ich bin ja für eine rundum LED-Beleuchtung in Backöfen, da läßt es sich besser fotografieren ;) Ansonsten könnte Ihr hier noch einen Blick auf den Anschnitt des Steinschlupfers werfen, denn auf den Fotos unten ist das "anständig" Brot zu sehen.

Das No Knead Bauernbrot lachte mich direkt an, als ich es bei Lutz auf dem Blog entdeckte. Da ich für das bevorstehende Wochenende ein Brot zur Brotzeit mitbringen sollte, bot sich es natürlich an und so schritt ich zur Tat. Wie nicht anders zu erwarten -wer schon Rezepte von Lutz nachgebacken hat, weiß das auch- es klappte alles! Wobei - fast alles. Den Teig mit dem Löffel rühren, wie man es sonst von den No Knead Broten kennt? Hat nicht geklappt. Ich habe schon Kraft, aber das war dann doch zuviel und dazu noch die Angst um den Lieblingslöffel. So wurde der Hauptteig schließlich vom Kong geknetet.

Das Brot kam bei allen sehr gut an, schön kräftig, wie Bauernbrot schmecken soll. Auch die Krume überzeugte. Alleine die Kruste ist etwas zu dunkel. Ich hatte mich an die Backzeit aus dem Rezept gehalten, werde die Temperatur oder auch Backzeit beim nächsten Mal aber etwas reduzieren.

No Knead Bauernbrot


No Knead Bauerbrot


Zutaten für den Vorteig:
200 gr Roggenmehl, Typ 1150
160 gr Wasser, lauwarm
20 gr Anstellgut (ich: Roggensauerteig)

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für 20 Std. reifen lassen. Ich hatte die Schüssel im geschlossenen Ofen stehen.


Zutaten für den Autolyseteig:
600 gr Weizenmehl, Typ 1050
400 gr Wasser, lauwarm

Zubereitung:
Mehl und Qasser miteinander vermengen und für 60 min. abgedeckt bei Zimmertemperatur wirken lassen.


Zutaten für den Hauptteig:
Sauerteig
Autolyseteig
200 gr Roggenmehl, Typ 1150
100 gr Wasser, lauwarm
15 gr Butter, weich
20 gr Honig
20 gr Salz
20 gr Gerstenmalzextrakt, flüssig

Zubereitung:
Alle Zutaten mit einem Löffel, von Hand oder mit der Maschine zu einem Teig verkneten/verrühren. In der Schüssel abgedeckt beim Zimmertemperatur für 90 min. gehen lassen, dabei alle 30 min. falten. Den Teig evtl. halbieren und zu einem bzw. zwei Laiben formen, in ein/zwei Gärkörbchen geben - Schluss nach oben.

Den Teig nun abgedeckt bei Zimmertemperatur für 70 min. gehen lassen. Den Backofen rechtzeitig auf 280°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Laib / die Laibe vorsichtig auf das heiße Backblech bzw. den Backstein stürzen, schwaden, die Temperatur auf 220°C senken und das Brot für ca. 65 min. backen.

No Knead Bauernbrot

Viel Spaß beim Nachbacken!

No Knead Bauernbrot nach Plötzblog


Nächste Woche ist hier tote Hose, ich urlaube eine Runde. 
Auf Instagram, Twitter, Facebook und G+ gibt es vielleicht ein paar Bilder. 
Ansonsten geht es hier im Blog ab 01.09. mit neuen Rezepten weiter. 
Wer Langeweile hat - das Archiv ist voller Rezepte ;) 


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Mittwoch, 20. August 2014

Von der Rolle...

Kindheitserinnerungen Heute habe ich hier Besuch im Blog. MaRa hat mir für das aktuelle Event Kinderheitserinnerungen einen Beitrag zukommen lassen. Also trete ich einen Schritt zur Seite und lasse MaRa mal ran:


Hallo, mein Name ist MaRa.

Seit ich 10 Jahre alt bin, sammle ich Rezepte und Kochbücher. Im Jahr 1977 fiel mir eine Rezeptkarte von Rosenmehl in die Hände, auf der eine Biskuitrolle mit Quarkfüllung beschrieben war. Die angegebene Füllung habe ich zwar nur einmal gemacht, aber der Teig hat mich von Anfang an begeistert und so backe ich ihn, seit ich 12 Jahre bin, nach diesem Rezept.

Immer wenn ich am Backen bin, muss ich an meine Anfangsjahre zurück denken. In den ersten Jahren habe ich oft für die WG meines Bruder diese Rolle gebacken und sie anschließend mit der Straßenbahn quer durch unseren Wohnort kutschiert. Ein passender Beitrag somit für das aktuelle Event hier im Blog.

Aktuell fülle ich die Rolle gerne mit Sahne und Erdbeeren.


Biskuitteig für Biskuitrolle


Zutaten:
4 Eigelbe
3 EL warmes Wasser
150 gr Zucker
1 Pa. Vanillezucker
4 Eiweiße
150 gr Mehl
1 Msp Backpulver

Zubereitung: 
Backblech einfetten, mit Pergamentpapier belegen und erneut einfetten. Herd auf 200°C vorheizen.

Eigelbe mit dem warmen Wasser, dem Zucker und dem Vanillezucker gut schaumig schlagen. Das steif geschlagene Eiweiß darauf geben, Mehl mit Backpulver mischen und darüber sieben. Nun alles vorsichtig unterheben. Teig auf das vorbereitete Backblech geben und glatt streichen. Im Ofen für 15 min.backen.

In der Zwischenzeit ein Geschirrhandtuch auslegen und mit Zucker bestreuen.

Wenn der Biskuit fertig gebacken ist, den Teig auf das Geschirrhandtuch stürzen und schnell das Papierabziehen. Sollte es dabei Schwierigkeiten geben, das Papier mit einem feuchten Lappen anfeuchten und dann gehts wie von selbst. Nun den Teig mit dem Geschirrhandtuch aufrollen.

Abgekühlten Biskuit abrollen und mit beliebiger Füllung füllen, z. B. Sahne in div. Variationen, Marmelade oder Schokocreme. Wieder aufrollen und dann entweder außen mit Sahne bestreichen oder mit Puderzucker bestäuben.

Biskuitrolle

Viel Spaß beim Backen!

Montag, 18. August 2014

Knusper Knusper Knäuschen

Ja, heute noch ein Jamie Oliver Gericht und wieder ein Salat. Ich habe einen großen Salatliebhaber zu hause, um den mich sicherlich so manche Damen beneiden werden. Aber soll ich Euch was sagen - ich bin kein Salat-Liebhaber! Irgendwie bin ich Urzeit-Mensch, denn Fleisch ist mein Gemüse. Wir haben uns aber darauf geeinigt, dass es nur 2x die Woche Fleisch gibt und somit gerade im Sommer doch oft Salat.

Beim heutigen Rezept geht es mir eigentlich weniger um den Salat, als um das Knusper-Hähnchen. Ich finde die Idee von Jamie, wie er es zum Knuspern bringt, einfach großartig! Hier wird keine Panade-Straße aufgebaut, sondern das Hähnchen einfach in gewürzter Polenta gewälzt. Perfekt für mich, so ohne Ei! Ideal für unter der Woche, wenn vielleicht nicht viel Zeit und Lust fürs Kochen da ist, nach einem langen Arbeitstag - es geht schnell und schmeckt sehr gut.

Das Dressing des Original-Rezeptes -dem Hähnchen-Paprika-Caesar-Salat- ist ganz nett und ich gebe es im Rezept mit an, aber wir bevorzugen doch lieber das vom Spargel-Caesar-Salad. Ihr habt also die Qual der Wahl. Auch die Zutaten des Salates habe ich etwas angepasst. Dank unserer Arbeitskollegen haben wir eine Gurkenschwemme und auch sonst habe ich auf die Vorräte an Gemüse zurück gegriffen.

Knusper-Hähnchen


Hähnchen-Paprika-Caesar-Salat


Zutaten für den Salat:
½ Ciabatta (ich: 2 Scheiben Vollkorn-Toast)
1 roter Chicoree (ich: ½ Radicchio)
4 Scheiben Speck, durchwachsen (ich: ohne)
1 Romanasalatherz
10 Kirschtomaten (ich: Tomaten, gemischt)
2 Paprikaschoten, rot aus dem Glas (ich: Paprika frisch, rot & grün)
Kresse
Parmesan zum Bestreuen (ergänzt, im Original nicht enthalten)
½ Salatgurke (ergänzt, im Original nicht enthalten)
1-2 Lauchzwiebeln (ergänzt, im Original nicht enthalten)

Zutaten für das Knusper-Hähnchen:
2 Hähnchenbrustfilets, ohne Haut
½ TL Paprikapulver, geräuchert
2 geh. EL Polenta
3-4 EL Olivenöl (ich: Rapsöl)
Salz & Pfeffer (ergänzt, im Original nicht enthalten)

Zutaten für das Dressing:
1 Knoblauchzehe (ich: ½)
Saft von zwei Zitronen
40 gr Parmesan
4 Sardellenfilets
4 EL geh. Magermilchjoghurt (ich: den gewonnen griechischen)
Spritzer Worcestersauce
1 EL Rotweinessig (ich: Weißweinessig)
1 TL Senf
½ Bd. Basilikum
Salz & Pfeffer, zum Abschmecken (ergänzt, im Original nicht enthalten)


Zubereitung:
Die Salate und Tomaten waschen und klein schneiden. Die Paprika aus dem Glas nehmen, abtropfen lassen bzw. frische Paprika waschen und klein schneiden. Den Speck in Streifen oder Würfel schneiden und in einer Pfanne auslassen, aus der Pfanne nehmen und auf die Seite stellen. Das Ciabatta in Würfel schneiden und im Speckfett goldbraun anbraten (ich in Olivenöl & Butter).

Für das Dressing das Basilikum waschen und trocknen, die Knoblauchzehe schälen und reiben, den Parmesan ebenfalls reiben und beides zusammen mit alles anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit dem Stabmixer zu einem Dressing pürieren. Bei Bedarf mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Das Hähnchen waschen, trocken tupfen und in klein schneiden. Die Polenta mit Paprika, Salz & Pfeffer in einen verschließbaren Behälter geben und kurz vermischen. Nun die Hähnchenstücke dazugeben, Behälter verschliessen und kräftig shaken. Die Polentamischung sollte sich gleichmässig auf den Hähnchenstücken verteilt haben. In einer Pfanne bei mittlerer Temperatur das Öl erhitzen und die Hähnchenstücke in einigen Minuten goldbraun braten.

Alle Salatzutaten in eine Schüssel geben, mit dem Dressing vermischen. Hähnchen darauf verteilen, Kresse & Parmesan darüber streuen und direkt servieren.

Knusper-Hähnchen

Lasst es Euch schmecken - Enjoy your meal!



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Freitag, 15. August 2014

Never ending story - die Erdnussbutter und ich

Hallo, meine Name ist Sandra und ich bin Erdnussbutter-Süchtig!

Erdnussbutter sollte man immer im Vorratsschrank haben, oder? Zumindest von der Variante ohne Stückchen, denn die mit Stückchen mag ER nicht. Und wenn wir schon mal beim Vorratsschrank sind - ein Beitrag für Susanne von Magentratzerl, wieder mit Erdnusbutter- sorry!

Eigentlich wollte ich meine restliche Erdnussbutter mit Stückchen los werden, doch als ich dieses Rezept für die Cookie-Sticks bei my baking addiction gesehen habe, konnte ich nicht widerstehen! Es wird cremige Erdnussbutter im Original-Rezept verwendet, was ich auch getan habe. Im nachhinein muss ich sagen, man hätte auch die crunchy Version verwenden können. So gross sind die Stückchen ja nicht, da sollte sich der Teig ohne Probleme in Sticks schneiden lassen.

Und wie üblich - den Zucker habe ich ordentlich reduziert. Die Sticks sind nicht wirklich süss, schmecken angenehm nach Erdnuss. Wer also ein Süssmäulchen ist, gibt vielleicht noch etwas Zucker dazu.

Für die Deko-Schokolade habe ich zu einer Zartbitter-Sorte gegriffen. Auch mit einer Vollmilch-Sorte könnte man für etwas mehr Süsse in den Sticks sorgen. Etwas Schokolade kann man auch hacken und in den Teig geben.


Erdnussbutter-Cookie-Sticks


Zutaten:
125 ml Öl, neutral (ich: Rapsöl)
60 gr Erdnussbutter, cremig
45 gr Zucker, braun
45 gr Zucker, weiß
1 Ei
1 TL Vanille-Extrakt
270 gr Weizenmehl, Typ 405
½ TL Salz
½ TL Natron
evtl. Schokolade(drops) zum Verzieren

Zubereitung:
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backbleche mit Backpapier auslegen.

In einer Schüssel Öl, beiden Sorten Zucker und Erdnussbutter miteinander verrühren. Nun das Ei und Vanilleextrakt unterrühren, dann
Mehl mit dem Natron vermengen und zusammen mit dem Salz unterrühren bzw. verkneten. 


Den Teig auf das Backblech geben und verteilen. Nun mit einem Nudelholz o. ä. gleichmäßig ausrollen. Das geht sehr gut, wenn man etwas Backpapier auf den Teig legt, dann bleibt nichts kleben. Der Teig sollte etwa 3 mm hoch sein. Nun mit einem Messer oder einem Teigrädchen die Cookie-Sticks schneiden. Wer möchte, verziert/bestreut nun noch mit der Schokolade.

Das Blech für etwa 7-9 min. auf der mittleren Schiene backen. Aus dem Ofen nehmen, kurz (ca. 5 min.) auf dem Blech abkühlen lassen, dann nochmals nachschneiden. Komplett abkühlen lassen und dann genießen.

Erdnussbutter-Cookie als Sticks

Lasst es Euch schmecken!


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Mittwoch, 13. August 2014

Wenn Parmesan die Zitrone küsst

Ein Träumchen, dass auch beim Italiener im Haushalt punkten konnte - wobei ich da mit Pasta meistens punkte.

Das ursprüngliche Rezept ist mir bei the pioneer woman aufgefallen. Das Foto hatte sofort überzeugt, doch bei den Zutaten musste ich etwas ändern, den eine Sauce nur aus Butter, Sahne und Parmesan ist sicherlich lecker, aber auch ordentlich mächtig. Uns zu mächtig - vorallem jetzt im Sommer, ist aber für den Winter schon vorgemerkt.

So ersetzte ich für die Sommer-Variante Sahne & Butter durch Ricotta & Milch. Für einen guten Ricotta lohnt sich auch der Gang zum italienischen Lebensmittelladen. Den Unterschied schmeckt man, wirklich kein Vergleich zu dem aus der Supermarkt-Kühltheke! Der Originale lässt sich auch hervorragend backen, dazu demnächst mehr.

Das Putenschnitzel, das ursprünglich dazu serviert wurde ersetzte ich durch etwas Schinken in der Sosse. Die Vegetarier können auch ohne Probleme auf den Schinken verzichten, schmeckt genauso gut! Zum Abschluss noch ein paar Walnüsse, die sorgen für etwas crunch - ein schöner Kontrast.

ER will das jetzt öfters haben - ich auch.

 Pasta mit Parmesan-Zitronen-Sosse



Pasta mit Parmesan-Zitronen-Sosse


Zutaten:
300 gr Pasta nach Wahl (ich: Strozzapreti)
100 gr Ricotta, ersatzweise Frischkäse
150 ml Milch
60 gr Parmesan
4-5 EL Zitronensaft, nach Geschmack
50 gr Schinken (ich: Rindersaftschinken)
8-10 Walnusshälften
Salz & Pfeffer
Basilikum, Petersilie oder Schnittlauch

Zubereitung:
Die Pasta nach Packungsangabe garen. Das Basilikum waschen, trocknen und fein schneiden/haken. Den Schinken in Streifen oder Würfel schneiden, die Walnüsse hacken und in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Temperatur kurz anrösten.

Während die Nudeln kochen, für die Sosse den Ricotta zusammen mit der Milch in einen Topf geben, bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Den Parmesan reiben und dazu geben, ebenfalls schmelzen lassen. Die Zitrone(n) auspressen und zum Schluss den Zitronensaft zufügen. Nun den Schinken zufügen und die Sosse mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Die Pasta abgießen und direkt zur Sosse geben. Das Basilikum zufügen und nochmals verrühren, dann anrichten und noch etwas Parmesan sowie die Walnüsse auf die Pasta geben.

 Pasta mit Parmesan-Zitronen-Sosse

Guten Appetit - Buon Appetito


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