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Die wohl letzten für dieses Jahr...

18. Dezember 2014

Backfieber

Bereits vor dem Bloggen hatte mich zur Weihnachtszeit das Backfieber gepackt. Im Jahr 2006 hatte ich mir ein Rezept aus einer Sonderzeitschrift für die Weihnachtsbäckerei herausgetrennt und in meinem Sammelordner abgelegt. Leider kann ich nicht mehr sagen, von welcher Zeitschrift das Rezept stammt, da das Stück der Seite fehlt.

Beim diesjährigen Suchen nach Rezepten für die Weihnachtsbäckerei bin ich wieder über das Rezept gestolpert und dachte mir, nach nunmehr 8 Jahren wäre es doch mal an der Zeit, diese Plätzchen zu backen. Und was soll ich sagen? Schade, dass ich es nicht schon früher getan habe.

Die Qual der Wahl

Die Plätzchen haben durch die Maronen und Walnüsse einen wunderbar nussigen Geschmack. Durch die Schokolade habt Ihr die Qual der Wahl - mit dunkler Schokolade werden die Plätzchen wunderbar herb. Mit der Vollmilchschokolade erhalten sie einen nussig-süßlichen Geschmack. Mir gefallen sie in der herben Variante besser, aber das ist natürlich Geschmackssache. Ich finde, sie bilden so einen schönen Kontrast zur restlichen Weihnachtsbäckerei. Probiert es am besten selbst aus.

Wenn man sonst keine Probleme hat...

Ganz wichtig - verwendet kein Mehl für die Arbeitsfläche, sondern etwas Kakao. Ich habe leider erst hinterher daran gedacht und jetzt weiße Schlieren auf den Plätzchen. Macht geschmacklich nichts, sieht aber nicht sehr schön aus...

Dazu kommt noch, dass ich fleißig unter der Woche gebacken habe. Am Wochenende sind wir unterwegs und so habe ich noch schnell nach der Arbeit gestern die Fotos geschossen. Leider war das Licht nicht mehr perfekt und es wurde von Minute zu Minute dunkler, wie man auch auf den Fotos sehen kann. Aber da müsst Ihr jetzt durch ;)





Maronen-Schokoladen-Plätzchen


Zutaten:
50 gr Butter, weich
Mark einer halben Vanilleschote
50 gr Zucker, braun
Prise Salz
1 Ei
1 EL Zitronensaft
60 gr Walnüsse, gemahlen
200 gr Maronen, püriert
50 gr Dinkelmehl, Typ 630
200 gr Schokolade (ich: 70%)

Schokolade zum Verzieren nach Bedarf


Zubereitung:
Die 200 gr Schokolade im Wasserbad schmelzen, zur Seite stellen. In einer Schüssel die Butter mit Zucker, Salz und Vanille verrühren. Nun Ei und Zitronensaft unterrühren, anschließend Maronen, Walnüsse und Dinkelmehl, zum Schluss die Schokolade unterrühren. Den Teig in Folie einschlagen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Am Backtag den Ofen auf 180°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und Zimmertemperatur annehmen lassen, durchkneten. Den Teig nun portionsweise ausrollen. Die Plätzchen nacheinander im Ofen für etwa 10 min. backen, herausnehmen und abkühlen lassen.

Wer möchte, kann zum Abschluss Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Plätzchen damit verzieren.






Lasst es Euch schmecken! 

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Kürbiskern-Kipferl

16. Dezember 2014

Vorlieben

Neben der Vorliebe für Spritzgebäck, die ich im letzten Jahr entdeckt habe, habe ich schon immer eine Vorliebe für Kipferl. In der Kindheit liebte ich Omas Vanillekipferl. Es sind sogar die einzigen Plätzchen, die mein Vater isst - mit Süßem kann man bei ihm nicht landen. Das Rezept dafür werde ich vielleicht nächstes Jahr verraten. Dieses Jahr gibt es erstmal eine andere Variante, die auch sehr gut schmeckt. Sie stammt aus Die besten Weihnachtskekse und enthält Kürbiskerne. Sie sorgen für eine tolle Farbe und einen wunderbaren Geschmack.

 

Das Kipferl

Kipferl steht für eine länglich, gebogene Backware die aus Mürbe- oder Hefeteig hergestellt wird. Das Wort Kipferl ist vor allem in Österreich und Deutschland gebräuchlich, in Bayern sagt man auch Gipfel. Bereits in einer Urkunde des 12. Jahrhunderts wird das Kipferl erwähnt. Man sagt, es stamme von einem badischen Bäckermeister und nicht der Legende nach, aus der erfolglosen zweiten Türkenbelagerung Wiens. (Quelle: Wikipedia)

Wie dem auch sei, bis heute bin ich mit der Form meiner Kipferl nicht zufrieden, aber da geht es sicherlich einigen so. Wie sehen für Euch die perfekten Kipferl aus? Und wie formt Ihr sie? Ich bin für Tipps dankbar. Britta von Kamafoodra hat vor kurzem sehr hübsche Kipferl gebacken, die finde ich sehr schön und bei Susi, der Turbohausfrau gibt es seit der letzten Rettungsaktion eine tolle Anleitung. Da werde ich mich im nächsten Jahr mal dran versuchen.

 

Kürbiskern-Kipferl


Zutaten:
200 gr Weizenmehl, Typ 405 (ich: Dinkelmehl, Typ 630)
50 gr Kürbiskerne, gemahlen
50 gr Puderzucker
Vanillezucker
150 gr Butter, weich
Prise Zimt

weiße Schokolade zum Verzieren


Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem Teig verkneten, in Folie einschlagen und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Den Backofen auf 180°C Umluft (wer hat Heißluft) vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier belegen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen, zu einer Rolle formen und davon kleine Teigstücke abschneiden. Diese nun zu kleinen Kugeln, anschließend zu Stangen rollen und zu Kipferln gebogen auf das Backblech legen.

Im Ofen für etwa 10-12 min. (je nach Größe) backen, bis die Kipferl-Spitzen etwas Farbe bekommen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend die Schokolade im Wasserbad schmelzen und die Kipferl damit verzieren.




Lasst es Euch schmecken!



Und zum Abschluss hier noch der Gewinner 
für einen Gutschein über 25,00 €

Sylvia B. - Herzlichen Glückwunsch. 
Der Gutschein-Code wird Dir per Email zu gesendet.

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Wir retten: traditionelles Weihnachtsgebäck

14. Dezember 2014

Wir retten - traditionelles Weihnachtsgebäck

Ein kleine, aber feine Facebook-Gruppe versucht Traditionen aufrecht zu erhalten und rettet mehrmals im Jahr - von Liptauer über Butterkuchen bis zu den Knödel. Wobei - so klein ist die Gruppe mittlerweile nicht mehr. Sinn und Zweck des ganzen ist es, an Gerichte und Zubereitungsarten zu erinnern. Viel zu oft greift man im Supermarkt zu Fertigprodukten, die man doch auch zu hause selbst zubereiten kann. 

Auf die Idee für die heutige Rettungsaktion brachte mich eine Leserin. Mich erreichte Mitte November eine Email, gesucht wurde nach traditionellem Weihnachtsgebäck. Viel habe ich davon bisher noch nicht verbloggt. Es ist nicht so, dass es bei uns nicht gebacken wird, aber interessanter fand ich für den Blog immer die Neuentdeckungen. 

Während ich mir Gedanken über traditionelles Weihnachtsgebäck machte, war mir schnell klar - eigentlich eine gute Aktion für die "Wir retten"-Gruppe. Sicherlich greifen genug Menschen zu den Fertigteigen im Kühlregal, dabei kann es so einfach sein, leckere Plätzchen selbst zu backen.


Was ist traditionelles Weihnachtsgebäck?

Eine schwierige Frage, die sicherlich regional immer anders beantwortet wird. So haben wir hier in Hessen z. B. unsere Bethmännchen. Laut Wikipedia sind Springerle, Spekulatius, Kipferl und Spritzgebäck, aber auch Zimtsterne, Makronen, Pfeffernüsse und Anisplätzchen Klassiker. Da wir nicht nur von Plätzchen reden, sondern auch Gebäck, wollen wir Lebkuchen, Stollen und Früchtebrot nicht vergessen.


Die eigenen und neue Traditionen

Wir hatten zu hause Klassiker die meine Oma immer gebacken hat. Von klein auf dürfte ich helfen und habe auch alle Rezepte der Köstlichkeiten. Neben Kokos- und Haselnussmakronen gab es immer Vanillekipferl, Spritzgebäck (aus dem großen, schweren Fleischwolf), Schwarz-Weiß-Gebäck und auch Schoko-Crossis.

An Spitzbuben kann ich mich nicht wirklich erinnern, aber man schafft ja auch neue Traditionen oder nimmt die des Partners mit auf. So stehen bei uns an oberster Stelle für die Weihnachtsbäckerei die Spitzbuben - seine Lieblingsplätzchen. Da seine Oma kein Rezept hinterlassen hat, habe ich viele Rezepte ausprobiert und das heutige ist für ihn das beste.

Und ich habe es noch nie verraten, also *psst* - es ist das Rezept des Spritzgebäcks meiner Oma. Ich hatte es, als ich zu hause ausgezogen war und noch kein Fleischwolf hatte, als Buttergebäck gebacken und es kam überall gut an. Nach einigen Versuchen mit verschiedenen Rezepten für Spitzbuben, griff ich zu diesem Rezept und bekam sofort die Rückmeldung - das ist es - einfach wunderbar. Nicht mehr ändern! Zustand einfrieren!

Das Rezept stammt aus dem Buch Backvergnüngen wie noch nie. Die Ausgabe zu hause, die auch meine Oma für die Weihnachtsbäckerei nutze, ist eine der ersten Auflagen von Ende der 70ziger Jahre. Eines der ersten Backbücher, die meine Mutter am Anfang der Ehe kaufte. Meine Ausgabe stammt von Mitte der 80ziger, ist aber bis auf einige Fotos ziemlich gleich.


Und jetzt ran - an die Weihnachtsbäckerei! 



Spitzbuben


Zutaten:
375 gr Weizenmehl, Typ 405
250 gr Butter, kalt
125 gr Zucker
1 Pa. Vanillezucker (ich: Mark einer ½ Schote)
Schalenabrieb von ½ Zitrone
5 Eigelb

Mehl zum Ausrollen
Marmelade nach Wunsch zum Füllen
evtl. Puderzucker zum Bestäuben


Zubereitung:
Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und diesen für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben.

Den Ofen auf 175°C Umluft vorheizen und 2 Backbleche mit Backpapier belegen. Die Arbeitsfläche leicht mehlen, Nudelholz und Ausstecher bereit legen und den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Den Teig nun portionsweise ausrollen. Dabei darauf achten, dass man die gleiche Anzahl Ober- und Unterteile hat. Die Unterteile rolle ich immer etwas dünner aus, die Oberteile etwas dicker. So kann man mehr Marmelade hineinfüllen. Die Plätzchen nacheinander im Ofen für etwa 10 min. backen, bis sie gerade goldbraun am Rand werden, herausnehmen und abkühlen lassen.

In einem kleinen Topf die Marmelade erhitzen, mit einem Teelöffel einen kleinen Klecks auf ein Unterteil geben, das Oberteil darauf setzen. So mit allen Plätzchen verfahren. Eventuell die Marmelade nochmals kurz erwärmen, dann die Plätzchen mit Marmelade auffüllen. Man kann auch direkt einen großen Klecks Marmelade auf das Unterteil geben, das Oberteil aufsetzten, aber vorsichtig, damit nicht so viel an den Seiten rausquilt.

Bei Bedarf anschließend noch mit Puderzucker bestäuben.


Viel Spaß beim Backen und lasst es Euch schmecken!













Traditionelles Weihnachtsgebäck findet Ihr heute auch bei:
Rike von genial lecker
Sina von giftigeblonde
Susi, die Turbohausfrau
Anikó von Paprika meets Kardamom 
Zorra vom Kochtopf 
Hardy, der Genussjäger
Andrea von our food creations
Friederike vom Fliederbaum
Katja von Hoetus Poetus
Janke von Jankes Soulfood
Kerstin von Verboten gut
Irene von der Widmatt
Der Winzer und die Kärntnerin 
Karin von Conjas Eck 




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