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Resteverwertung: 5-Korn-Brot

28. November 2014

Jutta ist Schuld!

Vor kurzem postet Jutta ein 5-Korn-Brot bei Facebook und verlinkte mich, da sie es im Topf gebacken hatte. Es sah wirklich großartig aus und so konnte ich nicht anders und machte mich im Schrank direkt auf die Suche. So ein 5-Korn-Brot ist ideal für eine Resteverwertung. Neben den fünf Mehlsorten kamen bei mir noch verschiedene Flocken zum Einsatz. Dank Jutta sind nun wieder ein paar Vorräte aufgebraucht und wieder etwas Platz im Schrank.

5-Korn-Brot mit Flocken

 

Susanne, der Vorratsschrank und die Sache mit dem Urgetreide

Und da ich nun ordentlich Platz im Vorratsschrank geschaffen habe, immerhin wurden zwei Mehlsorten aufgebracht und drei Reste an Flocken verwertet - darf dieser Beitrag zu Susanne und ihrem Dauerevent Schatzsuche im Vorratsschrank.

Theoretisch könnt Ihr die Mehlsorten austauschen und anpassen, wobei zu beachten ist, dass die einzelnen Sorten verschiedene Backeigenschaften haben.

Einkorn ist einer dieser speziellen Fälle, seine Klebereigenschaft (Gluten) ist nur mässig - er bindet nur wenig Wasser. Dies sorgt dafür, dass ein hoher Einkornmehlanteil zu eher festere Teigen und entsprechenden Broten führt. In kleineren Mengen, wie bei meinem 5-Korn-Brot ist es aber nicht weiters tragisch und gleicht sich durch die anderen Mehle aus.

Wer Rühr- und Biskuitteige mit frisch gemahlenem Urgetreide (Einkorn, Emmer, Kamut) backt, sollte das Mehl einige Stunden vor dem Backen mahlen und auf die Seite stellen, damit es Feuchtigkeit verliert. Dadruch kann das Backpulver besser seine Arbeit verrichten und die Teige werden lockerer. Emmer- und Einkornmehl kann in Rührteigen wie Weizenmehl verwendet werden, Dinkel hingegeben benötigt etwas mehr Flüssigkeit.

Und jetzt zurück zum Brot. Es hat wirklich sehr gut geschmeckt und keine drei Tage überlebt, da ER direkt darauf bestand richtig Abendbrot mit Brot, Aufschnitt, Käse & Co. zu essen. Auch ganz nett, wenn man nach der Arbeit mal nicht kochen muss.

 

 

5-Korn-Brot mit Flocken


Zutaten für den Vorteig:
100 gr Weizenmehl, Typ 1050
100 gr Wasser, lauwarm
20 gr Sauerteig (Weizen-)

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für etwa 12-16 Std. gehen lassen.


Zutaten für das Brühstück:
100 gr Flocken  (ich: Dinkel-, Kamut-, Emmerflocken)
100 gr Wasser, kochend

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt für mindestens 2 Std. quellen lassen.


Zutaten für den Hauptteig:
Vorteig
Brühstück
150 gr Kamutmehl, Typ 1600
100 gr Dinkelmehl, Typ 1050
50 gr Einkorn-Vollkornmehl
50 gr Roggenmehl, Typ 1150
Prise Trockenhefe
15 gr Salz
220 ml Wasser, lauwarm

Zubereitung:
Die Mehle zusammen mit dem Brüstück, Vorteig, Hefe, Salz und Wasser vermengen und für etwa 5 min. auf kleiner Stufe kneten, dann den Teig für weitere 5 min. auf etwas höherer Stufe kneten. Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur für etwa 1,5 Std. gehen lassen, dabei jeweils nach 30 min. den Teig falten.

Den Teig jetzt zu einem Laib formen und in ein Gärkörbchen geben, Schluss nach unten. Nochmals für etwa 1,5 - 2 Std gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.

Den Backofen rechtzeitig mit Topf und Deckel auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Laib vorsichtig in den Topf stürzen, mit dem Deckel verschließen und für 15 min. backen. Jetzt die Temperatur auf 210°C senken und das Brot für 35-40 min. weiter backen. Wer möchte, kann für die letzten 10 min. den Deckel abnehmen. Dann das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

5-Korn-Brot mit Flocken












Lasst es Euch schmecken!


In der nächste Woche gibt es drei Buchvorstellungen. Die Auswahl ist bunt gemischt - von Kuchen, Plätzchen & Co. bis hin zu einem Allround-Buch, dass in keiner Küche fehlen sollte. 



Hinweis: Links zu Onlineshops oder kommerziellen Webseiten sind ausschließlich Empfehlungen die ich nach bestem Wissen und Gewissen gebe, für die ich aber keine Gegenleistung erhalte. Ausgenommen hiervon sind Affiliate-Links zu Amazon! 
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Ge-Nuss für die Sinne

26. November 2014

Sonntagskuchen, wie bei Oma

Früher hat Oma immer samstags Kuchen gebacken für das Wochenende. Das fanden wir als Kinder großartig, zumal es keine Süssigkeiten bei uns gab. Eine zeitlange habe ich das nach dem Auszug auch so gehandhabt, doch dann kam immer häufiger etwas dazwischen und die Sache ist eingeschlafen. Mittlerweile habe ich unseren Sonntagskuchen wieder eingeführt. Wenn es auch nicht immer Kuchen ist...

Wo ist den nun der Kaffee im Kuchen?!

Das heutige Rezept habe ich bake or break entdeckt. Beim Lesen des Rezeptes habe ich kurz überlegt, wo den nun der Kaffee im Kuchen bzw. den Muffins ist - bis es Klick gemacht hat und mir klar was, dass es sich wohl um einen "Kuchen zum Kaffee" handeln muss und der Titel daher rührt. Auf alle Fälle ist es ein wirklich toller, flauschig-weicher Kuchen, der bei allen Essern bisher gut angekommen ist. Das nächste Mal gibt es eine große Variante, denn auch am dritten Tag war das letzte Stück Kuchen noch wunderbar weich und saftig.

Im Original-Rezept wird der Kuchen mit Pekannüssen bestreut, ich hatte nur noch Paranusskerne im Haus - auch sehr lecker! Schmeckt sicherlich auch mit anderen Nüssen, ganz nach Eurem Geschmack. Der Zucker ist wieder immer bei amerikanischen Rezepten, um die Hälfte reduziert.

Sour Cream Coffee Cake


Sour Cream Coffee Cake


Zutaten:
110 gr Butter, weich
110 gr Zucker, braun
1 Ei
100 gr saure Sahne
0,5 TL Vanille-Extrakt
Prise Salz
0,5 TL Backpulver
Prise Natron
160 gr Weizenmehl, Typ 405

15 gr Zucker, braun
0,5 TL Zimt
50 gr Nüsse (ich: Paranüsse)


Zubereitung:
Den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Springform mit Ø 18 cm einfetten.

Für den Teig Butter und Zucker schaumig rühren, dann das Ei unterrühren. Nun saure Sahne und Vanille kurz unterrühren, dann Salz, Backpulver, Natron und Weizenmehl zufügen und unterrühren bis alles gut verbunden ist. Den Teig in die Form geben und verstreichen. Die Nüsse hacken und Zucker mit Zimt vermischen. Den Teig nun mit Zimt/Zucker gleichmässig bestreuen, anschließend die Nüsse darauf verteilen.

Im Ofen, mittlere Schiene für 40 min. backen, evtl. den Kuchen nach der Hälfte der Backzeit mit Alufolie abdecken. Mit der Stäbchenprobe testen, ob der Kuchen gar ist, dann aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Sour Cream Coffee Cake

Lasst es Euch schmecken!

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Auch in diesem Jahr meine große Liebe: Spritzgebäck

24. November 2014

Die Sache mit den Fotos und den Geschenken

Als ich ihm das Foto mit den Plätzchen gezeigt hatte, meinte er direkt, dass ich das so nicht online stellen kann. Doch kann ich. Ich fands lustig, zumindest an dem Tag. Mittlerweile ist es einfach nur okay. Wahrscheinlich war ich an dem Tag einfach nur sehr gut drauf oder hat keine Sinn für Deko & Co.

Kennt ihr das bzw. geht Euch das auch so? Man bloggt und einige Menschen im Umfeld meinen einem ständig etwas an Geschirr & Co. schenken zu müssen. Ist ja lieb gemeint, doch oft trifft es meinen Geschmack nicht oder es sind Dinge dabei, die ich so nicht nutze. Eines dieser Dinge sind die Servietten vom Foto. Ganz nett, aber ich mag es eigentlich gerne einfarbig, maximal noch mit einem nicht zu auffälligen Muster. Naja, aber nun liegen sie im Schrank, kommen hin und wieder mal zum Einsatz, wenn Kinder zu Besuch sind oder die Mädels, die sind für sowas zu haben. Vermutlich war ich doch gut drauf, denn jetzt ist eine davon auf dem Foto.

Von Krapferl und Staubzucker

Aber kommen wir zum eigentlichen Thema - die Walnuss-Krapferl. Sie stammen aus dem Buch Die besten Weihnachtskekse. Das Buch stammt vom Löwenzahn Verlag aus Österreich (Vorstellung kommt nächste Woche) und ich liebe mittlerweile die teilweise anderen, österreichischen Wörter in dem Buch. Von Staubzucker (Puderzucker) über Krapferl (Tupfen/Spritzgebäck) - klingt doch wirklich wunderbar. Und ja, hier hat die Weihnachtsbäckerei schon begonnen - ich liebe es einfach total und außerdem ist am Sonntag schon der 1. Advent. Im letzten Jahr habe ich meine Vorliebe für Spritzgebäck entdeckt und sie ist auch in diesem Jahr noch sehr präsent. So konnte ich natürlich nicht widerstehen, als ich das Rezept entdeckt habe.

Da ich Haselnüsse nicht vertrage greife ich immer zu Walnüssen. Sie machen sich ganz wunderbar in diesen Krapferl. Gefüllt wurde sie mit Marmelade. Im Original werden sie noch mit Puderzucker bestäubt, aber uns waren sie süss genug und ich kann es auch nicht leiden, wenn nach dem Essen der Zucker an den Fingern klebt.




 

Walnuss-Zimt-Krapferl


Zutaten:
200 gr Butter, weich
80 gr Puderzucker
Vanillezucker
1 Ei
200 gr Weizenmehl, Typ 405 (ich: Dinkelmehl, Typ 630)
1 TL Zimt
200 gr Nüsse, gerieben und geröstet (ich: Walnüsse)
Marmelade zum Füllen

Zubereitung:
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Butter mit dem Puder- und Vanillezucker cremig rühren, dann das Ei unterrühren. Nun Mehl mit Nüssen und Zimt vermengen und unterrühren. Den Teig nun in einen Spritzbeutel füllen, das geht sehr gut, wenn man ihn in ein Glas stellt und Tupfen bzw. Rosetten auf die Backbleche spritzen. Sie gehen nicht viel auf und können daher etwas dichter zusammen gesetzt werden. Die Blech nacheinander im Ofen für etwa 6-7 min. backen, bis die Krapferl am Rand goldbraun sind, herausnehmen und abkühlen lassen.

Nun die Marmelade in einem Topf erwärmen und die Hälfte der Krapferl damit bestreichen, die restlichen Hälften darauf setzen. Bei Bedarf noch mit Puderzucker bestäuben.






 Lasst es Euch schmecken!


Weitere Spritzgebäck-Rezepte:
Erdnuss-Spritzgebäck
Schokoladen-Spritzgebäck


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