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Dinkel-Möhrenbrot mit Dinkel-Couscous

10. Februar 2014

Eigentlich bin ich ja mehr so der Aufreißer-Typ - zumindest bei den Broten. Ist ja auch bequem. Aus dem Gärkörbchen in den Ofen und fertig. Das Einscheiden ist ja oft auch so eine Sache - zu tief oder nicht tief genug, da kann man schon Fehler machen. Doch wenn mir zwischendurch die Brote begegnen, die so hübsch eingeschnitten sind, wie z. B. bei Lutz, StefanieJutta oder auch Petra... Jedes mal denke ich mir, dass ich das auch mal versuchen möchte.

Und dann habe ich es gewagt - Rasierklingen liegen schon länger dafür bereit. Es ist nicht perfekt geworden, da es an den Seiten zusätzlich eingerissen ist, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister. Hoffe ich doch! Und falls jemand Tipps zum Einschneiden hat - her damit, Danke!

Eingeschnittene Brote wird es also demnächst öfters geben. Und der gute Vorsatz fürs neue Jahr - endlich mal Brötchen backen bzw. mehr Brötchen backen. Die gab es hier noch nicht wirklich oft. Wir hatten bisher keinen so guten Draht zueinander, vielleicht kann ich das ja ändern. Und Brötchen schneidet man auch oft ein, also übe ich noch etwas an den Broten und dann geht es mit den Brötchen weiter ;)

Das heutige Rezept ist eine kunterbunte Mischung aus dem leckeren Vitalisbrot von Micha, dem Coucous Vollkorn No Knead Brot und den Resten aus dem Vorratsschrank. Uns hat es sehr gut geschmeckt, schöne Krume und knackige Kruste. Die Karotte hatte ich sehr fein gerieben, so dass man sie garnicht wahrnimmt. Das Brot passt dadurch auch gut zu süßen Belägen.

Dinkel-Möhrenbrot mit Dinkel-Couscous


Dinkel-Möhrenbrot mit Dinkel-Couscous


Zutaten für den Vorteig:
100 gr Dinkelvollkornmehl
100 gr Wasser, lauwarm
20 gr Sauerteig (Anstellgut)

Zubereitung:

Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur für etwa 12 Std. gären lassen.


Zutaten für das Brühstück 1:
50 gr Couscous (Dinkel-)
50 gr Flocken (Einkorn-)
130 gr Wasser, kochend

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt für mindestens 2 Std. quellen lassen.


Zutaten für das Brühstück 2:
100 gr Einkornvollkornmehl
100 gr Wasser, kochend

Zubereitung:
Alle Zutaten in einer Schüssel miteinander verrühren und abgedeckt für mindestens 2 Std. quellen lassen.


Zutaten für den Hauptteig:
Vorteig
Brühstück 1
Brühstück 2
200 gr Dinkelmehl, Typ 1050
100 gr Emmervollkornmehl
18 gr Salz
2 gr Trockenhefe
15 gr Öl (Kürbiskern-)
110 gr Wasser, lauwarm
1 Karotte

Zubereitung:
Die Karotte raspeln. Die Mehle zusammen mit den Brüstücken, Vorteig, Hefe und Wasser vermengen und für etwa 5 min. auf kleiner Stufe kneten. Nun die geraspelte Karotte, Öl und Salz zufügen und den Teig für weitere 5 min. auf etwas höherer Stufe kneten. Die Schüssel abdecken und bei Zimmertemperatur für etwa 1,5 Std. gehen lassen, dabei jeweils nach 30 min. den Teig falten.

Den Teig jetzt zu einem Laib formen und in ein Gärkörbchen geben, Schluss nach oben. Nochmals für etwa 1 Std gehen lassen, bis sich das Volumen fast verdoppelt hat.

Den Backofen rechtzeitig mit Backstein oder Blech auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Kurz bevor der Laib in den Ofen kommt eine große Auflaufform mit Wasser füllen und mittig  auf den Ofenboden stellen. Den Laib dann vorsichtig auf das Blech bzw. den Stein stürzen, einschneiden und für 15 min. backen. Jetzt die Temperatur auf 210°C senken und das Brot für 35-40 min. weiter backen. Den Ofen ausstellen und für eine knusprige Krusten noch 5-10 min. bei leicht geöffneter Ofentür im Ofen lassen. Ansonsten direkt herausnehmen.

Wer mit dem Topf backt, diesen samt Deckel mit Vorheizen und das Brot in den Topf stürzen, einschneiden und für 15 min. bei 250°C backen. Dann die Temperatur auf 210°C senken und weitere 35-40 min. backen. Wer möchte, kann für die letzten 10 min. den Deckel abnehmen. Eine Schale mit Wasser wird bei dieser Methode nicht benötigt. Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Dinkel-Möhrenbrot mit Dinkel-Couscous


Lasst es Euch schmecken!


Dinkel-Möhrenbrot mit Dinkel-Couscous

Und ein weiterer Beitrag fürs YeastSpotting,
dort werden Rezepte für Brote & Brötchen gesammelt und wöchentlich zusammen gefasst.

Schaut doch mal vorbei, es ist schon eine riesige Rezeptesammlung vorhanden.

Kommentare:

  1. Liebe Sandra,
    Deine Brote sehen immer viel schöner und leckerer aus als in so mancher Bäckerei ;O)
    Danke für ein wieder sehr lecker klingendes Rezept!
    Ich wünsch Dir einen guten Start in eine wunderschöne und glückliche Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Ganz vielen lieben Dank Claudia :D
      Dir auch einen schöne Woche ♥

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  2. Das ist ja wieder voll gelungen....
    Sehr schöne Krume und interessante Mischung. Hört sich lecker an und sie toll aus...

    LG
    Thomas

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  3. Das ist Dir doch gut gelungen. Mit dem Einschneiden stehe ich auch auf Kriegsfuss - Übungssache, vermutlich....

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    1. Dann werde ich mal weiter üben... Übung macht ja bekanntlich den Meister ;)

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  4. Das Einschneiden ist, glaube ich, ein langer mühsamer Weg. Ich schneide fast alle Brote, Brötchen und Baguettes ein, die ich backe und die Ergebnisse sind immer noch nicht berechenbar. Mal klappt's ganz passabel, dann wieder so gar nicht. Am wichtigsten scheint es zu sein, den Garzustand des Teiglings korrekt einzuschätzen und die Schnitte entsprechend tief oder flach zu machen. Eher tief bei knapper Gare und flach bei voller.

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    1. Okay, dann werde ich darauf mal achten, Danke für den Tipp :D
      War am Wochenende unterwegs, heute wird dann Brot gebacken.

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  5. Das sieht ja wieder oberlecker aus. Leider bin ich am Wochenende nicht zum Brotbacken gekommen und jetzt steht erstmal das Knäcke für den nächsten BBD auf dem Plan.

    Hab einen guten Start in die neue Woche, dickes Drückerle, Tanni

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    1. Stimmt, das Knäckbrot will ich auch unbedingt backen :) Steht schon länger auf meiner ToDo-Liste, passt sehr gut, dass es das aktuelle Thema beim BBD ist.
      Dir auch noch eine schöne Woche!

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  6. Ich finde deine rustikal aufgerissenen Brote auch immer sehr schön... schneiden ist so eine Sache. Beim Pane Valle Maggia, dass ich inzwischen nochmal gebacken hab, mit Manitoba-Mahl! hat das jedesmal sehr gut geklappt, andere Brote sind mir oft schon zusätzlich eingerissen. Und ich backe ja lieber lange Laibe, da ist es eh anders. Außerdem, mit der "Gare" - da den richtige Zeitpunkt zu erwischen läßt sich oft garnicht mit meiner vorhandenen Zeit realisieren, am Besten gehst noch bei Übernachtgare im Kühlen.
    Und - wiegesagt ein rustikales Brot dem man die Handarbeit ansieht ist doch super.
    Möhren mag ich übrigens garnicht im Brot...

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    1. Die Möhren sind soooo fein gerieben, die merkt man garnicht :)
      Naja, die No Knead Brote werde ich weiterhin aufreissen lassen, da die meisten ja nicht ins Gärkörbchen kommen. Ist dann einfacher... Und bei meinen Wochenend-Sauerteig-Brote werde ich mich noch weiter am Einschneiden üben, vielleicht vergeht mir die Lust ja auch ganz schnell wieder :D

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  7. Ich bin ja auch eher so der Aufreißertyp..aber ich finde deinen Einschneideversuch schon ganz gelungen! Und der Inhalt überzeugt mich sehr!

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    1. Oh vielen Dank! Am nächsten Wochenende kommt der nächste Versuch mit Einschneiden. Muss ja auch verschiedenes testen, vom Messer über Rasierklinge, etc.

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  8. sieht ja aus wie aus dem Bilderbuch :-) wunderschön!
    Wie bekommt man denn dieses hübsche spiralförmige Muster hin?

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    1. Vielen Dank! Die Ringe kommen vom Gärkörbchen. Dazu kommt Ende der Woche im Topf-Post auch noch ein Hinweis bzw. einige Infos.

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  9. Woww, das Brot sieht ja von außen UND von innen total perfekt aus! :>

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