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hessischer Speckkuchen

30. Juni 2014

 Bread Baking Day #69 - Regionale Brote / Local breads (last day of submission Juny 1st, 2014)Kurz vor Schluss gibt es von mir noch einen Beitrag zum aktuellen BBD#69 beim Kochtopf, der diesen Monat von Der Gourmet ausgerichtet wird. Thema diesmal sind regionale Brote, was mich etwas ins Schwitzen gebracht hat. Mir ist ehrlich gesagt ewig nichts eingefallen... bis auf den Speckkuchen. Da lässt sich nun drüber streiten, ob Brot oder nicht. Der Teig für den "Kuchen" ist aber ein Brotteig und so gibt es von mir einen hessischen Speckkuchen.

Speckkuchen ist eine nordhessische Spezialität, die wir aber auch in Südhessen kennen. Basis ist ein Brotteig mit Sauerteig und Roggenmehl. Der Speckkuchen stammt noch aus der Zeit, als es Backtage in den Dörfern gab. Der restlichen Brotteig, für den die Hitze im Ofen zum Brotbacken nicht mehr ausreichte, wurde ausgerollt und reichlich belegt. In der Regel kommt eine Mischung aus Schmand, Ei, Lauch und Speckstücken, die in Paniermehl gerollt werden, darauf.

Auch heute findet man den Speckkuchen noch. Nicht mehr oft in den Bäckereien, dafür aber auf Strassenfesten oder der örtlichen Kerb (Kirchweih-Fest). Dann nicht immer als Blechkuchen, sondern auch mal als einzelne Fladen. Eine gute Grundlage für ein paar Gläser Bier oder Apfelwein ;)

Ich habe mich auch für einen Fladen entschieden, alleine ist so ein Blech Speckkuchen dann doch etwas viel. Da ich nur noch Panko da hatte, habe ich auf die Brotbrösel verzichtet. Lauch ist auch nicht so mein Fall, ich habe mich daher für etwas Schnittlauch hinterher entschieden. Wer möchte, kann wirklich einen Rest vom Brotteig verwenden, ansonsten gibt es von mir heute eine "schnelle" passende Brotteig-Variante für den Speckkuchen. Ein wirklich traditionelles Rezept für den Brotteig gibt es nicht, da ja auf die jeweiligen Brotteigreste zurück gegriffen wurde.

Die Bilder sind heute nicht ganz so schön, wie sonst - ER ist in Urlaub und hat die Kamera mitgenommen... Okay, ist auch seine und nicht mein, da kann man schlecht meckern...

hessischer Speckkuchen

Hessischer Speckkuchen
Rezept für ein Blech

Zutaten für den Brotteig:
350 gr Weizenmehl, Typ 1050
100 gr Roggenmehl, Typ 1150
260-280 ml Wasser
50 gr Sauerteig
1 EL Honig
10 gr Salz
2 gr Trockenhefe

Zutaten für den Belag:
600 gr Schmand
4 Eier
Salz & Pfeffer
250 gr Speck (in dicken Scheiben)
2-3 EL Paniermehl
evtl. 1 Stange Lauch
evtl. Schnittlauch

Zubereitung:
Jeweils die Hälfte des Weizen- und Roggenmehls mit dem Sauerteig und 200 ml lauwarmen Wasser verrühren und für 2-3 Std. abgedeckt ruhen lassen. Dann im restlichen lauwarmen Wasser die Hefe auflösen. Nun das restliche Mehl zur Sauerteig-Mischung geben, sowie das Hefe-Wasser und alle übrigen Zutaten. Den Teig jetzt 7-8 min. auf niedrigster Stufe, dann 2-3 min. auf der nächsten Stufe mit der Maschine kneten, bis ein elastischer Teig entstanden ist, der sich vom Schüsselrand löst. Den Teig in der Schüssel abgedeckt bei Zimmertemperatur für etwa 60 min. gehen lassen. Ich habe ihn in dieser Zeit 2x gefaltet. 

Den Backofen rechtzeitig auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen oder fetten.

Den Brotteig vorsichtig etwa fingerdick ausrollen und auf das Backbleche geben. Die Eier verquirlen und mit dem Schmand verrühren. Etwas Salz, nicht viel, der Speck ist salzig und ordentlich Pfeffer zufügen und unterrühren. Wer möchte, wäscht den Lauch, schneidet ihn klein und gibt in zur Schmandmasse. Die Masse auf dem Teig verteilen. Den Speck würfeln und im Paniermehl wälzen, anschließend auf der Schmand-Masse verteilen. Das Blech auf der mittleren Schiene für etwas 30 min. backen.

Herausnehmen und noch warm genießen, schmeckt aber auch kalt. Wer möchte gibt noch etwas Schnittlauch auf den Speckkuchen.

hessischer Speckkuchen

Lasst es Euch schmecken!


Und ein weiterer Beitrag fürs YeastSpotting,
dort werden Rezepte für Brote & Brötchen gesammelt und wöchentlich zusammen gefasst.
Schaut doch mal vorbei, es ist schon eine riesige Rezeptsammelung vorhanden.


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Kommentare:

  1. Sieht sehr lecker aus. Wenn der Teig dünner wäre, könnte man den Kuchen glatt mit der schwäbischen "Dinnede" verwechseln.

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    1. Danke Dir. Dinnede kenne ich auch, die sind schon recht ähnlich :D

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  2. oh, der sieht aber sehr sehr lecker aus :) so kurz vor dem Mittagessen machen deine Bilder schon viel zu viel Hunger... also wirklich, schäm dich ;) :D aber jetzt weiß ich, was mit dem Speck passiert, der noch in meinem Kühlschrank herumdümpelt! Liebste Grüße, Kiki

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    1. Haha, genau so soll es sein - Hunger drauf machen :) Ich könnte jetzt auch gerade wieder...

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  3. Mensch, hättest du rechtzeitig Bescheid gesagt, wären Herr H. und ich zum Essen und fotografieren helfen vorbei gekommen. ;-)
    Sieht super aus und hätte ich mich für heute Abend nicht schon auf die Gnocchi festgelegt... naja, morgen ist auch noch ein Abend. :-)

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    1. Jetzt - jetzt kommst Du damit. Hätte ich gemacht, Euch eingeladen, Ihr fotografiert und dann hätte wir Speckkuchen gegessen :D

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  4. Die Erwähnung von "Speck" und "Brotteig" löst bei mir gewisse Reflexe aus....schluck....

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    1. Bei mir auch - ein guter Speck, ein gute Brot - großartig :D

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  5. Sehr toll klingt das! So etwas, das man an langen Abenden auf Balkonien knabbert, könnt ich mir vorstellen.

    Wo hast du denn den feschen Teller her?

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    1. Ja, da stimme ich Dir zu, das ist auch etwas für lange Abende :)

      Der Teller ist aus Holz, hatte ich mal in einem Urlaub gekauft. Dann weg geräumt und ewig nicht benutzt, aber vor kurzem ist er mir wieder in die Hände gefallen...

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  6. Hmmm! Aber ich widerspreche dem Paul Riesig. Wenn sie dünner wären, könnte man sie mit badischen "Dünnele" verwechseln!

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    1. Also Toettchen, ich würde sagen, dünn sieht sie beiden Varianten ähnlich.....der Dinnede ein klitzekleinwenig mehr.......*grins*

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    2. Hihi, egal ob Dünnele, Dinnede oder Speckkuchen - sehr ähnlich und ich würde jetzt von jedem etwas nehmen :D

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  7. Oh, da bekomm ich Appetit, da könnt ich jetzt so reinbeissen..... das leckere Rezept kommt auf meinen Speiseplan für diese Woche :O) Ich danke Dir dafür, liebe Sandra!
    Ich wünsch Dir noch einen schönen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

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    1. Sehr gerne, ich freue mich, dass es Dir so gut gefällt! ♥
      Und der Abend war mit Fußball noch ganz schön anstrengend ;)

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  8. Das würde ich auch mögen! Brot-Teig bleibt hier allerdings seltenst übrig...

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    1. Bei mir bleibt eigentlich auch kein Brotteig übrig. Nur sehr selten, wenn ich am Rumprobieren bin. Da wird es auch manchmal etwas mehr Teig, so dass man etwas abzwacken könnte...

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  9. Ich kenn's noch nicht. Sieht lecker aus. Aber so vom Aussehen her.. wäre es (für mich) ein Speckbrot :)
    Liebe Grüße, Kate ♥

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    1. Ich vermute, dass man Speckkuchen sagt, weil es flach ist und nicht die Form einen "normalen" Brotes hat. Aber eigentlich auch egal, solange es schmeckt ;)

      Und - dito :D

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  10. Davon hätt ich jetzt gern ein Stück! Sieht wirklich lecker aus :D

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Mittlerweile ist er aufgegessen, aber ich hätte geteilt ;)

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  11. Sieht super lecker aus - das wäre genau das Richtige für die Mittagspause!

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    1. Da stimme ich Dir zu, so als "Snack" zur Mittagspause würde ich das auch nicht abschlagen :D

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